Tschaska – Die Schachkarten

1. Spielidee: “Schuno” – Ein Kartenabwurfspiel für 2 oder mehr Spieler. (1. Klasse +) Spielablauf: Ich nehme gern die Karten und mische sie verdeckt auf dem Tisch, dann könne alle Kinder mitmischen. Jeder zieht dann drei bis sechs Karten – je nach Spielerzahl und dem Zeitfenster. Die restliche Karten werden verdeckt gestapelt und eine aufgedeckt. Reihum darf jeder eine Karte ablegen, entweder die gleiche Figur oder die gleiche Farbe. Wer nicht ablegen kann, muss eine Karte von Stapel ziehen. Es gewinnt, wer als erster seine Handkarten los ist. Aktionskarten: Läufer ist Wünscher, Dame zieht zwei, König zieht vier, Springer setzt aus. Macht rießig Spaß!
Ein wunderbarer Methodenwechsel am Ende der Stunde, denn hier kann so manches Kind seine Niederlage zuvor ausgleichen und geht glücklich aus der Schachstunde.

2. Spielidee: “Stechen” – Ein Kartenstichspiel für 2 bis 4 Spieler mit viel Glück. (Grundschule +) Spielablauf: Die Karten werden gemischt und reihum ausgeteilt. Spielen drei Spieler, lege ich zuvor zwei Bauern raus.
A) Jeder stapelt seine Karten verdeckt vor sich. Dann wird reihum die obere Karte offen in die Mitte gelegt. Der höhere Figurenwert sticht den kleineren Figurenwert. Der König sticht alle anderen. Ist der Figurenwert gleich (Stechen), wird erneut gezogen und aufs Stechen gelegt – bis ein Stich liegt. Wer den Stich macht, heimst die Karten ein und spielt als nächster aus. Sind alle Karten des Stapelt alle, werden die Stiche nach dem Figurenwert gezählt. Wer den höchsten Figurenwert hat, gewinnt die Runde. (Ein König rechnen wir mit null Figurenwert ab, da er im Schach nicht geschlagen wird.) Zu viert spielen wir gerne als Team: Entweder sticht die höchste Karte und am werden die Stiche des Team zusammen gerechnet, oder  – und dass spielen die meisten Kinder, Bei jedem Zug zählen die Teamkarten zusammen, um den jeweiligen Stich zu entscheiden!
B) Statt verdeckten Stapeln, werden die Karten jetzt offen auf die Hand genommen. Die Spieler müssen/können jetzt taktischer denken und können die Figuren beim ausspielen aussuchen; sich dadurch hohe Figuren aufheben. Die Spielart wird meist ab der zweiten Klasse bereits bevorzugt. Funktioniert tadellos! Wir trainieren den Figurenwert, taktisches Denken und Rechnen.

3. Spielidee: “Offiziere” – Ein Kartenstichspiel für 2 Spieler. (3. Klasse +)Die Karten werden wie bei Offizierskat ausgelegt. Einer teilt aus, der andere beginnt. In diesem Spiel muss Farbe bekannt werden. Eine Trumpffarbe wird jedoch nicht festgelegt. An dem üblichen Spielverlauf wird der Sieg durch den Figurenwert der Stiche ermittelt. Funktioniert tadellos! Wir trainieren den Figurenwert, taktisches Denken und Rechnen.

4. Spielidee: “Entwicklung” – (Läuferdiplom +) Ein Kartenlegespiel für 2 Spieler. Spielablauf: Einer erhält die Weißen, der andere die schwarzen Karten. Die Farben werden gelost. Beide Könige werden offen ausgelegt. Eine Grundreihe wird dadurch nicht definiert. Jeder mischt seinen Karten und stapelt sie verdeckt bei sich. Weiß beginnt. Wer am Zug ist, darf zwei Aktionen machen:
1. eine Karte vom Stapel ziehen. Diese kann er beliebig ins Spielfeld ohne schlagen einsetzen (außer direkt in die Umwandlung und direkt ins Matt) nachdem er
2. eine der seiner offen liegenden Karten regelgerecht gezogen oder geschlagen hat. Ein Schachmatt beendet das Spiel. Sind die Kartenstapel alle, ohne dass ein Matt entstand, gewinnt der Spieler mit den höheren Materialvorteil.
Das Spielfeld entwickelt sich in Laufe der Partie. Es hat höchstens acht Karten in Linie und acht Karten in Reihe. Wird die jeweils achte Karte in Linie oder Reihe gelegt oder ziehen positioniert, werden die Seiten a, h oder Grundreihen 1 und 8 definiert. Zwischen den Karten sind nur so viele Reihen oder Linien frei, wie Karten hineinpassen.

5. Spielidee: “Taktik” – (Läuferdiplom +) Ein Kartenlegespiel für 2 bis 4 Spieler. Spielablauf: Die Karten werden reihum ausgeteilt. Bei drei Spielern nehme ich zwei Bauern zuvor heraus. Jeder hat die Aufgabe mit seinen Handkarten eine taktische Motive wie zum Beispiel Gabeln, Spieß usw. auszulegen, die er allen Spielern nach beim auslegen benennen und erklären muss. Es gewinnt, wer zuerst drei Motive ausgelegt, oder keine Handkarten mehr hat.

Allgemeines: An allen Spielideen, kann natürlich noch ein wenig gefeilt werden; schließlich ist das Schachspiel in seiner modernen Form auch ein Entwicklungsprozess vieler Menschen.

“Tschaska – Die Schachkarten” copyright Jan Frank 2017-2019